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(Hinweis: Bilder zum Betrachten bitte anklicken !)
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| Der Aussichtspunkt mit der uralten Linde zwischen Unterlappach und Rottbach wurde als Treffpunkt und Veranstaltungsort gewählt, um das Jahrhundert-Ereignis standesgemäß nach bayerischer Lebensart gemeinsam zu feiern. |
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Veranstalter ist die Gemeinde Maisach (Gemeindevertreter im Bild) gemeinsam mit der Brauerei Maisach und ortsansässigen Vereinen.
Aufgrund der pessimistischen Wettervorhersage soll ein musikalisches Rahmenprogramm kombiniert mit zünftiger Brotzeit und Maisacher Bierspezialitäten über die Trauer eines bedeckten Himmels hinwegtrösten, falls die Verfinsterung nicht direkt beobachtet werden könne. |
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Anhand der Kennzeichen der abgestellten Autos, die auf den Zufahrtsstraßen zum Hügel eine kilometerlange Reihe gebildet haben, lässt sich ablesen, wie sehr die Sonnenfinsternis Besucher aus ganz Deutschland nach Bayern und Maisach gelockt hat.
Maisachs Bürgermeister Gerhard Landgraf (im Bild) nutzt diese Gelegenheit, mit den unzähligen Einheimischen und Besuchern ins Gespräch zu kommen -
Auf den benachbarten Höhen und Hügeln (z.B. beim Wasserhochbehälter bei Stefansberg) sind ebenfalls zahlreiche Interessierte zu erkennen, die sich mit Liegestühlen und Matratzen Beobachtungplätze eingerichtet haben. |
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| Um 11:34 Uhr schaut die schon etwas abgedunkelte Sonne erstmals längere Zeit durch die sich langsam auflösende Wolkendecke. |
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Sofort werden die mitgebrachten oder direkt vor Ort gekauften Schutzbrillen eingeweiht. Die Hoffnung und der Optimismus, noch mehr von diesem Naturschauspiel erleben zu können, ist jetzt schlagartig gestiegen.
Tatsächlich zeigt sich die immer schmaler werdende Sonnensichel von nun an immer häufiger. |
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Als die letzten Wolken um 12:32 Uhr die nun schon schmale Sonnensichel freigeben, erreicht die Spannung und Erwartung bei allen Beobachtern auf das nun einsetzende Schauspiel seinen Höhepunkt:
Es ist absolut windstill geworden. Das gelb-rötliche Sonnenrestlicht verwandelt die Umgebung in eine nahezu gespenstische Szenerie. |
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Um 12:36:25 Uhr blitzt einer der letzten Sonnenstrahlen hinter dem Mond hervor. Spontan spenden einige Besucher Applaus: Wofür?
Vielleicht für die Astronomen, die das Naturschauspiel so genau berechnet hatten ?
Oder für den "Wettergott", der pünklich die allerletzen Wolkenreste beiseite geschoben hatte und uns vom Regen verschonte ? |
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12:37 Uhr. Nur die Korona der Sonne beleuchtet mit ihrem schwachen, gelb-roten Licht die Erde.
Alle Video-Kameras summen, alle Fotoapparate klicken pausenlos. Ansonsten ist es trotz der vielen Beobachter still geworden.
Auch die Venus erstrahlt jetzt gut sichtbar nahe der verfinsterten Sonne. |
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| 12:38:35 Uhr: Sonnenlicht, dass durch die Mondtäler fällt, kündigt das nahe Ende der Totalitätsphase an. |
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12:38:41 Uhr. Der erste Sonnenstrahl beendet den Höhepunkt dieses Naturschauspiels. Wieder gibt es spontanen Applaus.
Einige junge Beobachter können gar nicht fassen, dass die gut zwei Minuten lange Finsternis so schnell vergangen ist. |
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Ein Spaßvogel ruft: "ZUGABE, ZUGABE!!!".
Ein anderer: "Schutzbrille zu verkaufen! Für nur zwei Mark!".
Die meisten der über 600 Beobachter bleiben ruhig im Halbdunkel liegen oder sitzen. Sie haben ihre Brillen wieder aufgesetzt, beobachten die schmale Sonnensichel und genießen den andächtigen Moment.
Erst einige Minuten später kehrt wieder das betriebsame Leben zurück: Die ersten Besucher entschließen sich zur Heimkehr.
Einige besonders junge Beobachter zeigen sich beeindruckt: "Wenn es sich im Jahr 2081 bei uns erneut verfinstert, kommen wir wieder hierher...!"
In der Ferne kräht ein Hahn und begrüßt den "neuen Tag". |
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